2. Juli 2005 – Fast 90 Prozent aller Internet-Nutzer greifen Untersuchungen zufolge beim Surfgang auf Suchmaschinen zurück, um Informationen, Dienstleistungen oder Produkte zu finden. Ganz vorne unter den ermittelten Suchergebnissen stehen dann meist die Sites von Unternehmen oder Anbietern, die ihre Präsenz auf die Bedürfnisse von Google und Co. eingestellt haben. Der Fachbegriff dazu heißt "Search Engine Optimization", kurz SEO und auf Deutsch "Suchmaschinen-Optimierung".

Viele Experten klagen, dass in Sachen SEO einiges im Argen liege. Denn weniger als zehn Prozent der 100 weltgrößten Unternehmen nutzen spezielle Methoden, um ihre Sites auf Suchmaschinen einzustellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine im vergangenen Jahr von Oneupweb veröffentlichen Studie. Im Vergleich mit einer Vorgängerstudie aus dem Jahr 2002 habe sich nicht viel geändert: "Die Zahl der Unternehmen, die ihr Suchmaschinen-Ranking effektiv optimieren, stieg von drei Prozent im Jahr 2002 auf neun Prozent 2004."

Da steht es um deutsche Unternehmens-Websites nicht viel besser: Nur rund zwölf Prozent von ihnen erfüllen die Minimalkriterien, um von einer Suchmaschine optimal behandelt zu werden. Das hat eine Analyse der Online-Marketing-Agentur Bloofusion ergeben, die 500 zufällig ausgesuchte, deutschsprachige Websites anhand neun verschiedener Kriterien auf Suchmaschinen-Tauglichkeit untersuchte. Nicht gerade repräsentativ, aber doch mit einem erstaunlichen Resultat.

Als Ursache für diese Missachtung der Chancen sehen die Analysten "in den veralteten Konzepten der Webdesigner, Werbeagenturen oder Inhouse-Media-Abteilungen, die gar keine Suchmaschinen-Optimierung vornehmen." Mangelndes Fachwissen der Webdesigner auf der einen Seite und ein schmales Budget für das Suchmaschinen-Marketing auf der anderen leisten gemeinsam dem Webauftritt einen Bärendienst. Nur wenige Websites nutzen die Möglichkeit des professionellen Suchmaschinen-Marketings.

Und das kann teuer für die anderen werden.

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