29. Dezember 2006 – Was finden Suchmaschinen, wenn sie nach "Suchmaschinen" suchen?

Mit dem Suchbegriff „Suchmaschine“ findet Google.de die Suchhilfe Fireball.de (ein Lycos/Bertelsmann-Ableger) so toll, dass es den eigentlich unbedeutenden Index ganz nach oben aufs Treppchen hievt. Congratulations! Selbst präsentieren sich die Amis dabei erst an Nummer Zwei. Understatement, versteht sich. Und Yahoo schaltet dort lieber gleich eine Anzeige. Man weiß ja nie, und sicher ist sicher.

Apropos Yahoo: Die finden sich selbst bei „Seiten auf Deutsch“ am besten und auf Position Eins. Na bravo! In der Rubrik „Das Web“ reicht es aber nur noch für den fünften Rang. Außerdem: Yahoo macht bei Yahoo für Yahoo Werbung. Schau, schau.

Fireball findet bei seiner „weltweiten Suche“ im Übrigen auch Yahoo am schnuffigsten. Besser als Lycos.de allemal, denn die Partner tauchen erst an 29. Stelle im fireballschen Suchindex auf. Zur Strafe findet Lycos denn auch wieder Yahoo am besten! Vor Google. Natürlich.

Und die anderen? Microsofts Live.com fällt dabei aus der Reihe und listet an erster Stelle? Na ... ? Google! Endlich mal einer, der Farbe bekennt. Good Job, Bill! Auf Platz Zwei völlig überraschend der Außenseiter Angelsuchmaschine.de! Respekt, meine Herren und Petri Heil sowieso!

Alltheweb.com und Altavista.de platzieren beide den Anbieter Suchen.de auf der heiß begehrten Poleposition im Rennen um die Gunst des Suchenden. Kein Kunststück, sondern Overture besorgt hier die Suchtricks. Folgen wir doch einmal der Suchspur. Was findet nun Suchen.de bei seiner „Websuche“ mit dem Begriff „Suchmaschine“? Antwort: Blinde-Kuh.de. Das passt doch.

Dort gibt es schließlich 24, für Kids sortierte Treffer. Auf Platz Eins der Link „Sicherheits-Tipps für Kinder (ab 6 Jahre)“ mit der lakonischen Beschreibung „Das FBI sagt euch, worauf ihr im Internet aufpassen solltet ....“ Sprachlos im Internet.

Aber es geht noch doller: „Kohlkopf“, mit Google gesucht, bringt keine Rezepte ans Tageslicht. Nein, wo denken Sie denn hin? Angela-Merkel.de postiert sich dort in vorderster Reihe. Schelme, die Jungs von Google, nicht wahr? In Wahrheit aber ist es gezielter Link-Terror auf Angies Website.

Der britische Autor Frederick Forsythe bekannte kürzlich in einem Spiegel-Interview, dass er keinen Computer besitze, weil kein Hacker seine Schreibmaschine knacken könne. „Ich verwende das Internet auch nicht für Recherchen, denn ehrlich gesagt, traue ich ihm nicht.“

Na denn: Prost Neujahr!

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