7. August 2008 – Die jämmerliche Präsidenten-Suche führt wieder ins Weiße Haus! George Bush hat es nicht leicht. Nicht nur, dass er demnächst seinen Job als US-Präsident los wird, so kürt ihn die aktuelle Google-Suche zum „jämmerlichsten Präsidenten“.

Denn mit den Begriffen „miserable president führt die Suchmaschine ihre Nutzer zu allererst ins Weiße Haus. Dabei hatten die Google-Programmierer doch Anfang 2007 ihren Index von zahlreichen so genannten Google-Bomben geräumt?!

Seither platzt jedenfalls die berühmt berüchtigste Suchkombination „miserable failure“ (jämmerlicher Versager) nicht mehr ins Weiße Haus. Im Gegensatz zu den Suchmaschinen Yahoo oder Lycos , die diesen permanenten Linkterror nach wie vor mit einem Spitzenplatz in ihren Ergebnislisten belohnen. Auch der Suchmaschinen-Neuling Cuil zeigt sich äußerst anfällig für derlei Link-Manipulation .

Und nun das! Versagen bei Google die digitalen Filter, oder stimmt das Ergebnis etwa? Schließlich kommen Lycos , Cuil und auch Microsoft in Frage „miserable president“ zum selben Ergebnis.

Fragt man den Google'schen Suchautomaten nach „miserable government“ (jämmerliche Regierung) , kommt als erste Wahl der amerikanische Regierungssitz auf die Liste. Dito bei der Suche nach „miserable american“ (jämmerlichen Amerikaner): The President of the United States .

Selbst bei der abstrusen Frage nach „“Lady Cheney Failure“ zeigt Google die Präsidentenseite an dritter Stelle von gut 880.000 Treffern Warum?

Nun, die unzähligen Links der Google-Bombe „miserable failure“ auf die Domain whitehouse.gov existieren nach wie vor im Netz. Allein dieser spezielle Suchbegriff taucht nicht auf der Zielseite mit der Präsidentenbiografie auf. Kombiniert man allerdings für die Suche einen Begriff von der Zielseite, zum Beispiel „President“ mit einem Wort aus der Google Bombe, eben „miserable“, dann führt auch Google seine Suchenden nach dem „miserable president“ wieder ins Weiße Haus. Filter hin, Filter her!

Das führt bei der Suche nach „miserable healthcare“ (jämmerliches Gesundheitswesen) die Google-Nutzer direkt zum Bush-Gegner Michael Moore. So werden aus Google-Bomben nur noch Knallerbsen im Web!

John McCain oder Barack Obama träfe dann ein ähnliches Schicksal wie George Bush. Es sei denn, die regierenden Webmaster spendieren dem neuen Präsidenten zur Amtseinführung auch eine neue URL.

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