21. August 2009 – Vor gut zwei Monaten geisterte eine Pressemitteilung durch das deutsche Web, die Suchmaschine Google habe alle Anzeigen der Kostenlosfallensteller (Abo-Abzocker) Opendownload, 99.downloads, My-Downloads und Win-Loads hinausgeworfen. Ein "Sieg für alle Verbraucher im Internet".

Aber das Spiel geht weiter. Im Suchergebnis für "open office" zeigt Google heute vor 229 Millionen Treffern wieder Anzeigen von Abo-Fallenstellern.

Abo-Abzocker werben wieder | SEO Files
Und die dreisten Nepper werben noch mit anderen kostenlosen Programmen, zum Beispiel dem Acrobat Reader.

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Der Klick auf die Anzeige von 77loads.net führt auf eine Subdomain von ladrunter.org. Dort gibt es die kostenlose Software dann für 96 Euro brutto. Kein billiges Schnäppchen!

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Als Domain-Inhaber wird ein gewisser Heiko Fenske gelistet, mit einer Mailsupport-Adresse von online-fahrpruefung.com.

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online-fahrpruefung.com entpuppt sich natürlich auch als Abofalle. Schlappe 100 Euro soll hier die theoretische Fahrprüfung kosten. Ein teures Knöllchen aus St. Petersburg!

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Der Mausklick auf die erste Google-Anzeige von meine-software.org ist nur ein virtueller Zwischenstopp. Denn der Software-Download soll via my-downloads.de abgewickelt werden. Und die stehen angeblich auf der schwarzen Liste von Google. Bad weeds grow tall!

Vor kurzen hat das Landgericht Göttingen die drei Betreiber der Internetseite farbrik-einkauf.com zu Freiheitsstrafen auf Bewährung verurteilt. Sie köderten ihre Kunden mit billigen Versprechen, die diese mit einem teuren Abo bezahlten. In der Verhandlung gaben die drei Jurastudenten zu, mit dieser Masche bis zu 130.000 Euro verdient zu haben.

Und sie sind wahrlich nicht die Einzigen!

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