17. Mai 2011 – Der rumänische Software-Hersteller Caphyon hat seinem SEO-Tool "Advanced Web Ranking" (AWR) kürzlich ein umfangreiches Update sowie Face-Lifting gegönnt.

In der aktuellen Version 8.0 wird AWR für die Betriebssysteme Mac OS X (Universal binary) ab 10.4, für Linux sowie Windows 2000, XP, Vista und Windows 7 mit dem Java Runtime Environment 1.5 angeboten. Auf der Downloadseite stehen auch kostenlose 30-Tage-Test-Versionen zur Verfügung.

Wer Websites professionell und effektiv betreuen will, kommt wohl um solche SEO-Tools nicht mehr herum. Deshalb wurde schon vor einem Jahr in diesem Blog ausführlich über die Vorgängerversion 7.1 berichtet. Nun ist es an der Zeit für eine Jahresbilanz.

"Advanced Web Ranking" (AWR) sowie "Advanced Link Manager" (ALM) von Caphyon sind anspruchsvolle SEO-Tools, mit denen man beispielsweise die Websitepositionen in verschiedenen Suchergebnissen für ausgewählte Suchbegriffe ermittelt, die Zahl der indizierte Backlinks (Rückverweise) in den Suchmaschinen erspäht, oder mit dem "Keyword Research Tool" neue Keywords für seine Projekte findet und analysieren kann.

Vier Schritte zur SEO-Analyse

Das Anlegen eines neuen Projektes ist simpel und intuitiv. Der User wird dabei zunächst aufgefordert die zu analysierende Domain anzugeben.

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Danach erfolgt die Eingabe der Keywords, die auch später noch beliebig erweitert werden kann. Als komfortabel erweist sich in diesem Zusammenhang der Import aus einer Textdatei.

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Im nächsten Schritt markiert man jene Suchmaschinen, mit denen man das Keyword-Ranking ermitteln will. Als Standard sind die englischen Ausgaben von Bing.com, Google.com und Yahoo.com bereits ausgewählt. Im Menü Ändern ... kann diese Liste aber problemlos um weitere 2.000 Suchmaschinen ergänzt werden. Diese Bibliothek wird – wenn nötig – automatisch beim Programmstart aktualisiert.

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Einerseits wirkt die Zahl von 2.000 Suchmaschinen beeindruckend, aber anderseits, wer interessiert sich hierzulande schon für ein Top-Ranking in Lycos.de? Nun denn.

Somit ist das Projekt angelegt; fehlt nur noch der Projektname und ab dafür!

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Die Spannung wächst. AWR füttert die Suchmaschinen mit den Keywords. Je mehr Suchmaschinen und Keywords angegeben wurden, desto länger kann ein Update dauern. Und so sieht dann ein Site-Ranking aus:

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In der linken Spalte werden die Suchbegriffe alphabetisch gelistet und die ermittelten Positionen in den Suchergebnissen entsprechend angezeigt. In der Grundeinstellung sieht AWR eine Wartezeit zwischen den einzelnen Suchmaschinen-Abfragen von 15 bis 20 Sekunden vor. Und so würde eine vollständige Auswertung von 50 Suchbegriffen bei 5 Suchmaschinen knapp 83 Minuten dauern!

Aber über das Menü Settings - Performance - Browser Emulation lässt sich diese träge "Suchmaschinenfreundlichkeit" wieder abwählen.

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Aber mit dem beschleunigten Verfahren wird man den Suchmaschinen schnell ungemein auf die Nerven gehen, die hochfrequente Suchanfragen von ein und derselben IP-Adresse als Spam-Attacke werten. Mit der unangenehmen Folge, dass AWR entweder komplett für diese Sitzung von den Suchmaschinen ausgesperrt wird, oder im Gegenzug falsche Ergebnisse von ihnen erhält. Beides nervt gewaltig.

Als Problemlösung bietet die SEO-Software an, die Suchanfragen über verschiedene Proxy-Server mit unterschiedlicher IP zu verteilen.


In der Praxis bewährt hat sich allerdings die Variante "Abmeldung nach Falschmeldung" bewährt. Will sagen, wenn eine Suchmaschine die aktive IP-Adresse verbannt hat, einfach die Analyse stoppen, AWR beenden, dann die Internet-Verbindung kappen.

Dann gleich wieder neu beim Provider anmelden: der PC erhält nun eine andere IP. Jetzt kann das nächste Projekt "suchmaschinenunfreundlich" mit AWR aktualisiert werden. Fix getrickst, aber erfolgreich!

Die Aufbereitung der vielen gewonnenen Daten ist schon beeindruckend. Alle Ergebnisse zeigt AWR in Tabellen oder mit Grafiken. Diese Charts liefern wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Optimierungen.

Der Klick auf den ermittelten Rang für ein Keyword in der entsprechenden Suchmaschine öffnet das Browserfenster, und man kann "live" überprüfen, ob das AWR-Ergebnis auch stimmt. Die Zahlen hinter den grünen und roten Pfeilen zeigen die Positionsveränderungen im Vergleich zur ausgewählten Referenz an. Das rote Kreuz bedeutet: "Aktuell leider aus dem Index gefallen!"

Der SEO-Trend im Chart

Für jedes Keyword aus dem Projekt kann AWR die ermittelten Positionen in einer farbigen Grafik anzeigen. Wobei eine Farbe die Ergebnisse einer Suchmaschine repräsentiert.

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Darüber hinaus lässt sich mit AWR natürlich auch feststellen, wo und wie die potenzielle Konkurrenz platziert ist. Ein hilfreiches Feature ist das "keyword research tool", dass unter anderem alternative Keyword-Vorschläge beispielsweise von Google Suggest einholt, oder mittels dem AdWordTool auch gleich die Anzahl der Treffer mitliefert.

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Alle möglichen Ranking-Daten können in umfangreiche Berichte exportiert werden, um seine Klienten damit zu beeindrucken. AWR unterstützt dafür die Formate PDF, Excel, HTML, CSV, XML oder Text. Dabei kann auch das Design und der Kopfteil beliebig formatiert werden.

Fazit: Advanced Web Ranking 8.0 ist wie seine Vorläufer ein professionelles SEO-Tool, das mit zahlreichen wertvollen Features aufwartet und seinen Preis hat. AWR gibt es in vier verschieden Leistungspaketen, beginnend mit der billigsten Standard-Variante für 99 US-Dollar und bis zur teuersten Server-Version für 599 US-Dollar. Alle Programmpakete beinhalten kostenlose Updates und technischen Support für ein Jahr.

Für eine Handvoll Dollar extra erhält man den Link Manager ALM dazu. Allerdings immer noch in der Version 7.5 vom Oktober 2010. Ein nutzvolles SEO-Tool, das sich speziell der Analyse von Links widmet und den Arbeitsbereich von AWR ergänzt. Deshalb sind die Anwendungen auch ähnlich zu bedienen.

ALM schnüffelt – wenn man es denn zulässt – in zahlreichen (aber für deutsche Webmaster sehr exotische) Datenbanken nach den Backlinks. Schon mal was von "Optuszoo" gehört? Nein - australisch!

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In Sachen Wartezeiten und "Suchmaschinenfreundlichkeit" gelten bei ALM dieselben Spielregeln wie bei AWR. Wählt man nun drei oder vier Suchmaschinen für eine Backlinkabfrage aus, kann das Ergebnis recht schnell vorliegen: je nachdem wie viel Backlinks gefunden wurden. Es wird dabei nicht nur ermittelt, wer verlinkt, sondern auch wie: in Worten oder mit einer Grafik. Sind es "nofollow"-Links oder echte. Mit diesen Angaben erstellt ALM auch farbige Grafiken, die zum Beispiel die Anzahl der Backlinks über einen längeren Zeitraum darstellen.

ALM eignet sich bestens zur Auswertung der "link popularity", zum Beispiel um auch potenzielle Linkpartner zu entdecken. So lässt sich die "link popularity" der Projekte durch neue Links von anderen Webseiten, die für die gleichen Suchbegriffe relevant sind, kontinuierlich verbessern.

Der Link Manager hilft bei tausenden von Links einen gescheiten Überblick zu behalten. ALM zeigt z.B. eine Warnung, wenn ein bisher vorhandener Linkpartner die Links gestrichen oder unerwartet auf "nofollow" gesetzt hat.

Fakten, die ein Suchmaschinenoptimierer für seine erfolgreiche Webarbeit dringend benötigt. Und schön zu sehen, dass die Zahl der Backlinks steigt und steigt und steigt ...

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